Monsun Theater

MARTHA

(c) Cordula Treml

Kulturbühne Spagat München

Nach dem Roman “Mein Leben mit Martha” von Martina Bergmann
Regie & Text: Philipp Jescheck
Dramaturgie & Text: Ileana Florentina Tautu
Ausstattung: Hannah Albrecht
Puppe: Peter Lutz
Puppenspielerin: Julia Giesbert
Mit Martin Schülke, Susanne Schröder, Julia Giesbert

„Demenz, oder? Poetische Verfassung.”

Was bedeutet eine Wohngemeinschaft mit einer dementen Person? Martina kümmert sich um Martha, Anfang achtzig und in einer ,,poetischen Verfassung”. Sie beschließt, sich der alten Dame anzunehmen, ohne mit ihr verwandt zu sein oder sie auch nur gut zu kennen. Oder ist es vielmehr Martha, die sich Martina ausgesucht hat?

Die Romanvorlage ,,Mein Leben mit Martha” von Martina Bergmann basiert auf einer wahren Geschichte. Die Suche nach Identität von Martina und der Verlust derselben yon Martha laufen diametral zueinander und programmieren Konflikte, Spannung und philosophische Auseinandersetzungen. Denn wer sagt, dass Demenzpatienten im Heim am besten aufgehoben sind? Wer sagt, dass sie nicht noch scharfsinnig und witzig sein können oder klug und hellsichtig? Der Roman ,,Mein Leben mit Martha” ist ein ebenso klarer wie empathischer und vor allem humorvoller Bericht, der den Gegenbeweis dafür antritt, dass die Betreuung eines dementen Menschen nicht nur Bürde sein muss.

Die Theaterkomödie mit zeitgenössischem Puppenspiel ,,MARTHA” inspiriert zu einem anderen Blick auf das Alter. Sie möchte Berührungsängste zu hochaltrigen und unter Einschränkungen lebenden Menschen abbauen und auch das eigene persönliche Altern entdramatisieren. In einer schnelllebigen Zeit mit polierten und manipulierten Bildern scheint auch das Altern nicht anders zu können als mithalten zu müssen. Platz für die Wirklichkeit, fürs Aus dem Raster fallen, für Langsamkeit, Krankheit oder Schrulligkeit ist kaum vorhanden.

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