Das Fräulein Pollinger

© Laura Kifferle

Theater tri-bühne, Stuttgart
Ein Volksstück mit Musik und Bewirtung
Von Traugott Krischke
Nach Ödön von Horváth

Inszenierung: Edith Koerber
Bühne: Stephen Crane
Kostüme: Renáta Balogh
Musikalische Leitung: Sebastian Huber

Mit: Natascha Kuch, Christian Werner, Melchior Morger, Sebastian Huber, Stefani Matkovic

Die wilden Zwanziger im schönen München; lebenslustige und volkstümliche Leute, die reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Ein Biergarten, das traute Heim, ein Künstleratelier, ein Ausflug auf‹s Land im Cabriolet. Alles in allem eigentlich die Zutaten für zünftiges Volkstheater. Wenn, ja wenn nicht der Urheber der Vorlagen Ödön von Horváth wäre, der mit politischer und satirischer Schärfe jegliches romantische Idyll konterkariert.
So erhält der Humor des Stückes einen speziellen Beigeschmack. Die Lebenslust paart sich mit dem Überlebenskampf, die Liebe mit dem Geschäft. Und obendrein stehen die junge Agnes Pollinger und ihre „Karriere“ von der Arbeitslosigkeit bis zur Prostitution, die umso zügiger verläuft, je höher die Männer gestellt sind, mit denen sie es zu tun hat.
Gespielt wird mit dem volkstümlichen Charakter des Stückes: Der Theaterraum wird in eine Kneipe verwandelt. Die Zuschauer sitzen an Biertischen und haben während der Vorstellung Gelegenheit, ihren Durst zu löschen. Bedient werden sie von einem besonderen Gaststättenpersonal, nämlich vom Ensemble.

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